Engagement zur Belebung der Sondershäuser Innenstadt

Beim Werbering Sondershausen hat es turnusgemäß Vorstandswahlen gegeben. Neuer Vorsitzender ist der selbstständige Unternehmer Olaf Schade. Seine Stellvertreter sind die Apothekerin Andrea Westermeyer sowie Fabian Fromm. Der Musiker ist neu im Vorstand, zu dem auch Thomas Koch und Götz Starke gehören. Vorstandswahlen sind alle zwei Jahre.

Der Werbering hat derzeit 34 Mitglieder, die Zahl sei in den vergangenen Jahren gestiegen, allein im neuen Jahr habe es drei Zugänge gegeben, sagte Schade auf Nachfrage unserer Zeitung. Man sei eine große Gemeinschaft, die weitere Mitgliedsgewinnung bleibe einer der Arbeitsschwerpunkte.

Bei allem, was man als Verein tue, gehe es um die Belebung der Innenstadt, betonte der Vereinsvorsitzende. Regelmäßig habe man die Veranstaltung „Stammtisch“ durchgeführt, sie finde an jedem ersten Dienstag im Monat statt. Es sei ein Treffen der Mitglieder und derer, die sich für die Mitarbeit im Verein interessierten.

Veranstaltungshöhepunkt im vergangenen Jahr war Sondershausens zwanzigstes Weinfest. „Es war sehr erfolgreich. Weil hier auch echte Weinhändler immer mit dabei sind, sie kommen auch von weiter her. Zudem gibt es ein musikalisches Unterhaltungsprogramm“, so Schade. Am Konzept halte man also fest, man sei aber natürlich offen für Ideen. Für das Weinfest in diesem Jahr sucht der Werbering eine Weinprinzessin. Kandidaten können sich bei Katja Osterloh im Friseursalon Riedel melden. Die Wahl erfolgt durch den Verein. Es ist dann die sechste Prinzessin.

Vergangenes Jahr sei das Citymanagement gebildet worden, um die Innenstadt an den vier verkaufsoffenen Sonntagen, so auch zum Weinfest, zu beleben. Zum Gremium gehören Stadt, Schlossberg-Galerie und Werbering. Schade: „So haben wir viel mehr, bessere Werbemöglichkeiten. Es war ein guter Start.“

Der Leerstand von Geschäften in der Innenstadt sei kein alleiniges Sondershäuser Problem. Der Rückgang der Einwohnerzahl, obwohl es erfreulicherweise in Sondershausen Zuzüge gebe, die geringe Kaufkraft, das gebe es auch in anderen vergleichbaren Städten. Der Werbering nehme sich den Herausforderungen an, bringe sich auch in anderen Projekten der Stadt mit ein.

Thema der Jahreshauptversammlung war zudem die Entwicklung eines Leitbildes für Sondershausen, das die Ziele der Stadtentwicklung bis 2030 formuliert. Bei all den Themen spiele auch die Musik eine Rolle. Denn da habe Sondershausen ja große Tradition und mit Blick in die Gegenwart zahlreiche Angebote. „Es geht auch mit darum, dass alles für die Gäste, ebenso für die Bürger der Stadt, noch sichtbarer wird, dass sie stärker wahrnehmen, dass wir Musikstadt sind. Auch das wird mit dazu beitragen, die Innenstadt zu beleben“, so Schade.

Dieses Jahr soll es nicht nur das Weinfest geben, sondern auch eine After-Work-Party. Der Veranstaltungsort stehe noch nicht fest. Vorschläge sind die Cruciskirche und das Vestibül des Schlosses.

Anlässlich des diesjährigen Residenzfestes in Sondershausen wird es eine besondere Veranstaltung geben, die der Verein Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Suhl/Erfurt gemeinsam mit der Deutschen Bahn durchführt und die der Werbering unterstützt. Die Veranstaltung am 28. Mai nennt sich „Regenbogentour“. Viele Radler starten in Erfurt sowie Straußfurt und fahren zum Fest in Sondershausen. Auch ist ein Dampfloksonderzug nach Sondershausen unterwegs, der am Bahnhof bleibt und dann wieder nach Erfurt fährt. Der gesamte Erlös der Veranstaltung an diesem Tag ist für den Hilfsverein, den es seit 25 Jahren gibt.